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Lyrik

Eine Reise

 

Einsam sitzt er an der Bank am See.
Still lauscht er der Natur, den Vögeln, dem Wind.
Der Frühling zieht über die Berge,
doch er kann ihn nicht sehen.
All die Farben sind grau und kalt,
wie dieser Wintertag im letzten November.
Kleine Steine wirft er in das seichte Wasser vor ihm.
Mit seinen müden Augen folgt er jedem Einzelnen,
auf seinem Weg nach unten,
stellt sich vor, dass jedes Ende ein neuer Anfang wär.

Ruhig lächelt er vor sich hin,

lacht fast, über seine eigenen Gedanken.
Weit weg von seinem Zuhause
folgt er einem Traum.
Es war nicht seiner, sondern der seiner Frau.
Nun ist er allein.
Aus dem Lachen werden Tränen.
Sie ist nicht mehr hier, sie ließ ihn allein.

Es war ihre Idee.

Auf ihren Wegen versucht er ihr nah zu sein.
Mit schwerem Herzen folgt er ihren Spuren.
Doch allein, ist die Schönheit der Natur nichts wert.
All die Jahre kannte er keine Stille,
doch an diesem Tag, im November,
brach sie ganz laut über ihn hinein.

Sie liebte die Sonne, er nur noch den Regen.

Er liebte das laute Leben, sie nahm den leisen Tod.
Er fängt wieder an zu Lachen
doch sie kann ihn nicht mehr sehen.
Sie liebte das Reisen, doch nur er kann die Welt nun sehen.
Ein Leben voller Pläne, voller Ideen
doch den Start dazu, viel zu spät gesehen.

Die Linien auf seiner Haut werden tiefer,

manchmal schließen sich diese Wunden
doch diese eine Wunde, wird nie vergehen.
Das Blut rauscht durch seine Venen,
lässt ihn atmen, lässt ihn sehen.
Regen tropft auf sein Gesicht,
lässt ihn kalt und einsam ruh’n.
Er kannte all die Jahre keine Stille,
doch nun schluckt er sie,
wie eine bittere Pille.

Er steht auf und geht seines Weges,

sein gebrochenes Herz tonnenschwer.
Noch schlägt es in seiner Brust,
doch nicht mehr für die Liebe, sondern zum Leben.
Nur eine Hoffnung ist ihm geblieben,
nach all der Trauer und dem Leid.
Vielleicht kann sie durch seine Augen sehen,
und mit ihm bis nach Hause gehen.





Mein Glück

Wenn die Sonnenstrahlen blinzelnd über die Berge kriechen
und die ersten zarten Blumen blühn.
Wenn Knospen langsam sprießen
und erste Blätter den Baum mit einem sanften Grünton überziehn.
Wenn der letzte zarte Hauch aus Schnee
langsam auf dem Rückzug ist,
dann ist meine Welt
das pure Glück.

Gefangen im blassen Grau und in mir selbst,

such ich den Ausweg, der erhellt.
Bevor der Winter uns verlässt,
erwacht der Frühling stets zuletzt.
Der Weg ist lang und steinig meist,
doch lohnt es sich zu warten.
Denn auch der Winter weiß
uns manchmal mit Sonne aufzuwarten.

Tausend Mal schon, bin ich dieser Welt entkommen,

doch stets hat sie mich wieder eingenommen.
Auf der Suche nach meiner Inspiration,
war ich mir wohl selbst entfloh’n.
Gefühle starr und eingefroren,
fühlte ich ganz verloren.
Der Frühling kommt nun mit aller Macht,
sodass die Liebe gleich erwacht.
Und sitz ich dann am Ufer meines Glücks,
weiß ich wieder, was mich am meisten daran verzückt.






 

Der alte Mann

Sanft fährt ihm der Wind durchs Haar,
lässt die Tränen in seinen müden Augen versiegen.
Er weiß nicht, ob es Tag oder Nacht ist.
Seit sie nicht mehr da ist,
ist seine Zeit abgelaufen.
Sein altes Herz ächzt unter dieser Last.

Um seinen Schmerz zu benebeln,

zündet er sich eine Zigarette an.
Langsam hebt er sein Glas,
benetzt seine Lippen,
und trinkt, um zu vergessen.

Behutsam lege ich eine Hand auf seine Schulter,

möchte ihm sagen, dass es vorbei ist.
Möchte ihm sagen,
dass ihr Herz nicht aufhören wird zu schlagen.
Es schlägt jetzt in einer anderen Brust,
aber es wird nicht aufhören, mit seinem im Takt zu schlagen.

Er fängt an zu zittern,

kann nicht an eine Zukunft glauben.
Verzweifelt legt er seinen Kopf in seine Hände,
neue Tränen suchen sich ihren Weg.
Wütend greift er nach seinem Glas,
zerschmettert es am Boden.

Die Farbe weicht aus seinem Gesicht,

sie war seine große Liebe.
Es ist das Gefühl etwas Gutes getan zu haben,
dass ihn atmen lässt.
Er schwebt in dieser Wolke,
doch die Zweifel nagen an ihm.

Ich lese ihren Brief, diese Freude darin,

ihr Dank an ihn, ist mit jedem Wort sichtbar.
So gern würde ich ihm sagen, dass es vorbei ist,
dass er seine große Liebe gehen lassen muss.
Es wird wehtun, doch es wird besser werden.
Aber ich weiß nicht wie.

Langsam steht er auf,

geht wortlos ein paar Schritte ins Nichts.
Die Vergangenheit verschwindet in der Zeit,
wird neue Welten schaffen.
Doch es wird nicht mehr seine sein.
Sie ist weg und er allein.
Sein Herz hört auf zu schlagen,
will nicht mehr sein.
Ein letzter Atemzug, ein letzter Gedanke,
ein letzter Schritt, bis sein Leben zu einem Ende gekommen ist.

 

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